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Deutsche Wildtierstiftung

 
 
 
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Pasteurellose

Pasteurellose bedroht Wildtiere
12.12.2013 Jagd und Tier
 
In Niedersachsen sind einige Fälle der Infektionskrankheit Pasteurellose aufgetreten. Wie die Altmark Zeitung berichtete, sind in den Monaten September und Oktober neben einem Frischling auch mehrere Kälber eines Rinderbetriebes verendet.
 
Näheres können Sie  > hier < nachlesen!

Natürlich Jagd

 
 
 
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Wer nicht schießt, muss zahlen

Wer nicht schießt, muss zahlen....

So lautet ein Bericht in der Märkischen Oderzeitung

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.... und hier die Antwort duch den LJV B (Jörg Stendel, Vorsitzender des Jagdverbandes Bernau e.V.)

Der Rückgang des Lebensraumes und des natürlichen Nahrungsangebotes der Wildtiere ist vom Menschen gemacht zur notwendigen Sicherung seiner eigenen Lebensgrundlage. Mit dem Rückgang natürlicher Nahrungsquellen für Wildtiere sind diese gezwungen, ihren Nahrungsbedarf mit Kulturpflanzen zu decken.
Landnutzung, so auch Forstwirtschaft, ist i.d.R. auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet das ist grundsätzlich nicht in Frage zu stellen. Doch, wie so oft, steckt hier der Teufel im Detail. Wirtschaftlicher Erfolg ist nämlich immer auch eine Frage des Betrachtungszeitraumes. Und dieser Betrachtungszeitraum umfasst, das ist auch dem Laien verständlich, in der Forstwirtschaft einen weit längeren Zeitabschnitt als eine Wahlperiode für eine Regierungskoalition und auch als jede Erfolgsrechnung von Groß-Finanzinvestoren.
Ihnen als Autor müssen andere Forschungs-Ergebnisse präsentiert worden sein, als jene, welche zuvor (versehentlich?) veröffentlicht worden sind: Die von Ihnen angesprochenen Weisergatter-Einzäunungen (über 1.000 Stück) im Landeswald haben gezeigt: Der negative Einfluss des Wildes auf den Erfolg der Forstkultur ist geringer als angenommen wurde. Entscheidend für das Aufwachsen einer Forstkultur ist nicht, ob 50, 100 oder 1000 Pflanzen je Hektar durch Wild abgefressen werden. Entscheidend ist, wie viele Pflanzen auf einem Forststandort schnell genug dem Zugriff des Wildäsers entwachsen. Wo die für den Kulturerfolg notwendige Anzahl von Jungpflanzen je Hektar außerhalb der Zäunung nicht überlebt hat, war dies i.d.R. auch innerhalb der Gatter (ohne Wildeinfluss) nicht der Fall. Klares Indiz dafür, dass der Standort entscheidend ist und nicht der Wildbestand. Den Wildbestand als Haupt-Störfaktor zu identifizieren, ist hiernach schlicht falsch und nach Kenntnis der Untersuchungsergebnisse unseriös. Und so muss auch jede aus dieser falschen Annahme resultierende Schlussfolgerung falsch sein. Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte alte gesicherte forstwissenschaftliche Erkenntnisse werden hier offenbar kurzfristigen Schein-Sparerfolgen geopfert.
Als Vorsitzender des Jagdverbandes Bernau e.V. und als Wildschadensschätzer bin ich schon jetzt mit Fällen konfrontiert, in denen sich Jäger Wildschadensforderungen ausgesetzt sehen, deren Begleichung sie in eine Katastrophe zu stürzen droht. Ich kann niemandem empfehlen, einen Pachtvertrag zu unterschreiben, der, anders als vom Gesetzgeber vorgesehen, dem Jagdpächter die alleinige und vollständige Ersatzpflicht für Wildschäden auferlegt. Wenn nun je abgefressener Forstpflanze ein Preis von 1,20 Euro plus 30 Cent je Lebensalter angesetzt und vom Jäger abkassiert wird, mag das kurzfristig eine Wohltat für den Flächenbewirtschafter sein. Langfristig muss das dazu führen, dass immer weniger Menschen willens und in der Lage sind, einen Großteil ihrer Freizeit der Jagd zu widmen und sich im Ehrenamt zu engagieren. Kein Normalverdiener wird es seiner Familie vermitteln können, dass die ehrenamtliche Jagdausübung in der Freizeit ein wirtschaftliches Risiko in sich birgt, das schnell mal die Existenz kosten kann. Setzt sich das oben beschriebene (fachlich nicht haltbare) Schadensregulierungs-Verfahren durch, wird die Jagd nur noch für Menschen finanzierbar sein, die in der Lage sind, jährlich mal zehn, zwanzig oder mehr Tausend Euro für derartige Schäden aufzubringen. Ortsansässige Jäger, die sich mit ihrem ländlichen Umfeld identifizieren, die zu Hause jagen und deren Herzblut am heimatlichen Revier und Wild hängt, werden die Ausnahme sein. Ein Schritt Hundert Jahre und mehr zurück in die Vergangenheit und ein Schritt zur Auslöschung eines Teils ländlicher Kultur.
Ja, die Wildbestände sind mitunter hoch, z.T. auch zu hoch. Wo das tatsächlich der Fall ist, müssen sie reduziert werden. Doch auch hier liegt der Teufel wieder im Detail: Ein Rehwildbestand reproduziert sich, hier muss man kein Experte sein, aus dem Bestand der weiblichen Tiere. Um einen Bestand zu reduzieren, ist also der vorrangige Abschuss weiblicher Tiere notwendig der zusätzliche Bockabschuss hat keinen Einfluss auf die Bestandsentwicklung. Welchen Zweck also sollte eine Ausdehnung der Jagdzeit auf den Bock haben?
Wir Jäger tragen derart unsinnige Verfahrensweisen nicht mit und lassen uns nicht zu Schädlingsbekämpfern umschulen und zum Zahlemann für verfehlte Forst und Agrar- bzw. Energiepolitik machen. Parteien, die derartigen Unfug gut heißen, werden es schwer haben, unter uns Jägern Wähler zu finden. Unser Landesjagdverband zählt nahezu 10.000 Mitglieder, davon über 600 Mitglieder im Barnim. Wir werden als Jagdverband Bernau e.V. im März unsere alljährliche Mitgliederversammlung abhalten. Die oben beschriebenen Themen werden mit Sicherheit Gegenstand der Diskussion sein.