LJV Brandenburg


Die Struktur des LJV B

Kreisjagdverbände / Jagdverbände e.V.

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. umfasst das Land Brandenburg und gliedert sich in rechtsfähige Kreisjagdverbände oder Jagdverbände in den Landkreisen. Dabei umfassen die Kreisjagdverbände den Landkreis in dem sie tätig sind. Im Wirkungsbereich des Landesjagdverbandes Brandeburg e.V. sind das die Kriesjagdverbände Teltow - Fläming und Oberhavel.

Bie den übrigen Verbänden basiert die Struktur auf der Kreisaufteilung im Land Brandenburg, die Anfang der 90iger Jahre bestand. Mit der seit 2005 gültigen Satzung sind diese Verbände gehalten, sich zusammenzuschließen oder sich bis zu einem möglichen Zusammenschluss als Jagdverband eintragen zu lassen. In diesem Fall sind sie gehalten, zur Erfüllung der Gesamtaufgaben eine gemeinsame Vertretung zu gewährleisten. Die KJV bestimmen in ihrer Satzung die Wahrnehmung der Mitgliedsrechte der Mitglieder in der Mitgliederversammlung/Delegiertenversammlung.

Jägerschaften
Die Kreisjagdverbände gliedern sich in nicht-rechtsfähige Jägerschaften, in einigen Gebieten auch Hegeringe genannt. Dieser Basis-Untergliederung kommt eine große Bedeutung zu.



Hier geht es zu den Seiten des "Landesjagdverein Brandenburg"

Die Jagdverbände und Vereinigungen in Brandenburg:
Die Angaben sind vom LJV B ...... (mögliche Änderungen können in der Geschäftsstelle des LJV B erfragt werden)

Jagdverbände [72 KB]

Neues vom LJV B und den Jagdverbänden in Brandenburg:

Lehrgangsplan 2013

Jägerprüfung:
Aktuelles zur Jägerprüfung (Termine 2013)

Fragen zur Jägerprüfung (alle 6 Fachgebiete)



LJV B Umfrage

Ihre Stimme zählt!

Das Europäisches Naturschutzrecht auf dem Prüfstand. Fitness-Check von EU-Vogelrichtlinie und FFH-Richtlinie.


Berlin, 18. Juni 2015. Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) ruft alle Landnutzer dazu auf, sich an dem Fragebogen innerhalb des öffentlichen Konsultationsprozesses der EU (Fitness Check) zum europäischen Naturschutzrecht zu beteiligen. Bis zum 24. Juli 2015 findet die öffentliche Konsultation für eine Überprüfung der Natura 2000-Richtlinien statt.

Auf der Homepage des AFN kann jetzt jeder in wenigen Minuten direkt an der Umfrage teilnehmen (
http://natura2000.forum-natur.de). Um Transparenz zu wahren, erscheinen die Fragen mit erläuternden Antworten direkt auf der Seite. Nach Ansicht des AFN sollte der Naturschutz durch bessere Akzeptanz nach dem Grundsatz Schutz durch Nutzung gestärkt werden.
Selbstverständlich hat jeder die Möglichkeit, die EU-Konsultation auf der Seite auch individuell zu beantworten.

Jede Stimmte zählt, damit Landnutzer als Experten in alle Natura 2000 betreffenden Prozesse involviert werden und die Richtlinien einen praktikablen Naturschutz ermöglichen. Deshalb ist die Überprüfung der Richtlinien so essentiell.

Das Aktionsbündnis Forum Natur ist ein Zusammenschluss von 17 naturnutzenden Verbänden und setzt sich für eine stärkere Wahrnehmung und eine nachhal-tige Sicherung eines gemeinsamen Natur- und Lebensraumes durch Gesellschaft und Politik ein. Das AFN vertritt über 6 Millionen Menschen des ländlichen Raums.

DJV

Mit freundlichen Grüßen und Weidmannsheil
   
Dr. Tino Erstling       
Pressereferent/ Leiter Landesjagdschule

Tel: 033205/ 210926
Email:
erstling@ljv-brandenburg.de


Landesjagdverband Brandenburg e.V.


1. Fitness-Check FFH-Richtlinie

die EU-Kommission hat am 30. April 2015 eine öffentliche Konsultation zum sogenannten Fitness-Check der europäischen Naturschutzrichtlinien, der Vogel-Richtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), gestartet. An der Konsultation kann sich jedermann bis zum 24.07.2015 online beteiligen. Der Fitness-Check soll zeigen, ob die Richtlinien ihre Aufgaben erfüllen und wo es möglicherweise Verbesserungsbedarf gibt. Anfang 2016 will die EU entscheiden, ob es zu einer Überarbeitung, ggf. auch Zusammenlegung, der Richtlinien kommt. Beide Richtlinien sind für alle 28 Mitgliedstaaten der EU verbindlich und bilden auch für den Naturschutz in Deutschland einen maßgeblichen rechtlichen Rahmen. Umgesetzt in nationales Recht bestimmen sie die Ausweisung und den Schutz bzw. das Management von über 26.000 europäischen Natura 2000-Gebieten. 

Unbestritten ist, dass die Schutzbemühungen infolge der Richtlinien, wie auch der ehrenamtlichen Bemühungen der Jägerschaft in den letzten Jahrzehnten zu Erfolgen für den Naturschutz geführt haben. So sind einst weitgehend verschwundene Arten wie Seeadler, Kranich, Schwarzstorch und Uhu aber auch Wolf, Wildkatze und Biber wieder nach Mitteleuropa zurückgekehrt und breiten sich weiter aus. 

Die Ausweisung von Schutzgebieten bedeuten für die land- und fischereiwirtschaftliche sowie die jagdliche Nutzung in zunehmendem Maße auch Einschränkungen und Verbote, die zum Teil überzogen und der weiteren Akzeptanz der Richtlinien in der Bevölkerung nicht förderlich sind. So kann es z.B. zur Einschränkung der Fangjagd oder von Jagdzeiten kommen oder bestimmte Arten erhalten einen besonders strengen Schutzstatus, trotz eines günstigen Erhaltungszustandes. 

Eine zahlreiche Teilnahme der deutschen Jägerschaft am Fitness-Check bietet nun die Chance, zum einen Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen, zum anderen aber auch negative Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis deutlich zu benennen.

Der DJV ruft daher alle Jägerinnen und Jäger auf, sich an der Befragung zu beteiligen! Dies ist nur online über die folgenden Links möglich:

Überblick Fitness-Check (englisch):  http://bit.ly/1EPSPyz

Direkt zur Umfrage: http://bit.ly/1GOzPP9

Im Anhang finden Sie die Antwort des DJV, die als Richtschnur dienen kann. Wir möchten Sie bitten, für eine Beteiligung Ihrer Mitglieder an dieser Umfrage zu werben.

Anhang

 

2. Wildschaden im Wald

Wie Sie vielleicht schon gehört haben, hat der Deutsche Forstwirtschaftsrat eine so genannte Konvention zur Bewertung von Wildschäden im Wald ausgearbeitet und veröffentlicht. Diese sollte durch den Landesjagdbeirat auch für Brandenburg gutgeheißen und eingeführt werden. Ziel ist es, eine Handreichung für Waldbesitzer und Pächter zu geben, so dass sich die betroffenen Parteien im Vorverfahren einigen können. Der Landesjagdverband arbeitet derzeit an einer Stellungnahme; u. a. mit der freundlichen Unterstützung und Fachkompetenz von Vorsitzenden mit forstwirtschaftlichem Hintergrund. Nach derzeitigem Diskussionsstand besteht deutlicher Änderungs-, bzw. Ergänzungsbedarf.  

Das Bewertungskonzept ist auf der Homepage des DFWR herunterzuladen: http://www.dfwr.de/aktuelles/DFWR-Konvention-Wildschadensbewertung-2013.pdf

 

Viele Grüße und Weidmannsheil,

 Georg Baumann

 


Musterwiderspruchsformular

 

Der LJV B informiert:

Beiträge zur Berufsgenossenschaft - jetzt Widerspruch einlegen!

 
Die Beitragsbescheide der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) werden zur Zeit zugestellt. Jäger ärgern sich über saftige Beitragserhöhungen. Wer sich gegen die Beitragsforderungen zur Wehr setzen will, muss unbedingt die kurze Widerspruchsfrist von vier Wochen nach Erhalt des Bescheids einhalten. Ein Musterwiderspruchsformular zum Download finden Sie hier.
 
Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen um faire Beitragsgestaltung, und senden Sie Kopien Ihrer Beitragsbescheide per Fax oder Mail an den LJVB. Wir reichen diese Bescheide zur Überprüfung an den DJV weiter. Vielen Dank! LJVB

.... aus der Presse

Potsdamer Neue Nachrichten v. 26.11.2013
hier gehts zu dem Artikel:
 
 

Georg Baumann, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, über die Generalkritik des Naturschutzbundes an der Jägerschaft -


Herr Baumann, Brandenburgs Jäger machen nahezu alles falsch, hat Nabu-Landesvorstand Helmut Brücher in einem PNN-Interview gesagt. Fühlen Sie sich persönlich angegriffen?


Nein, persönlich fühle ich mich nicht angegriffen. Allerdings verunglimpft Herr Brücher die rund 12 000 Jäger in Brandenburg, von denen übrigens viele auch Nabu-Mitglieder sind. Zudem geht seine Kritik an der Sache vorbei. Seine Äußerungen offenbaren schlicht mangelnde Sachkenntnis. Ob er damit als Mitglied des Jagdbeirats in Teltow-Fläming haltbar ist, darf zumindest bezweifelt werden.

unter anderem wirft Brücher Ihnen vor, ständig nur auf dem Hochsitz rumzusitzen und zu warten, bis mal ein Reh vorbeikommt. So könne man dem steigenden Hirsch-, Reh- und Wildschweinbeständen nicht Herr werden. Nötig wären sogenannte Bewegungsjadgen.


Das zeigt die eben erwähnte Unkenntnis des Herrn Brücher. Bewegungsjagden sind seit Langem gelebte Praxis in den meisten Revieren Brandenburgs. Nur die Kombination aus engagierter Einzeljagd und Bewegungsjadgen bringen solche Jagderfolge, wie sie sich auch in der aktuellen Streckenstatistik ausdrücken.

Dabei gehe es den Jägern aber nur um Trophäen, behauptet der Nabu-Vorstand.

Er liegt mit seiner Behauptung falsch. Das wird ebenfalls eindrucksvoll durch die Streckenstatistiken widerlegt. Von den knapp 100 000 erlegten Stücken Rot-, Dam-, Muffel und Rehwild waren deutlich weniger als die Hälfte männlich. Es ist also eine weitaus größere Anzahl weiblicher Stücke gestreckt worden, denen bekanntermaßen kein Geweih wächst. Im Übrigen werden die Abschusszahlen genau festgelegt. Brandenburg ist in fast 4000 Jagdbezirke eingeteilt. Die verantwortlichen Jagdausübungsberechtigten müssen jedes Jahr einen Abschussplan für Schalenwild vorlegen, dem auch die Grundeigentümer zustimmen müssen. Dieser Plan wird dann von der Unteren Jagdbehörde des jeweilgen Kreises genehmigt. Und da wird genau festgelegt, wie viele männliche und weibliche Tiere einer Art geschossen werden müssen.

Was passiert, wenn ein Plan nicht eingehalten werden kann?

Im Extremfall kann die Behörde Zwangsabschüsse anordnen und durchführen lassen. Aber in der Regel werden die Abschusspläne dank der sehr engagierten Jäger und Förster erfüllt.

Wenn Bauern und Förster zu hohe Wildbestände und zunehmende Ausfälle durch Fraßschäden beklagen, sind die Abschusszahlen vielleicht zu niedrig angesetzt.

Die Forderungen, mehr zu schießen, bezieht sich ja vor allem auf die Wildschweine. Hier werden aufgrund der hohen Bestände grundsätzlich sogenannte Mindestabschusspläne festgelegt. Die Jäger dürfen beziehungsweise sollen so viel erlegen wie möglich natürlich immer im Rahmen der geltenden Regeln zum Beispiel zum Muttertierschutz und so weiter. Es gibt immer ein Spannungsfeld aus Grundeigentümern, Jagdausübungsberechtigten und Landnutzern. Jagdausübungsberechtigte und Grundeigentümer haben direkten Einfluss auf die Abschusspläne und können diese nach ihren Vorstellungen gestalten. Die Behörde segnet die Pläne dann ab oder nicht.

Laut Brücher haben die Jagdpächter aber angeblich ein besonderes Interesse an möglichst hohen Tierbeständen. Immerhin sind die Pächter doch darauf angewiesen, dass die Jäger bei ihnen etwas zum Schießen finden. Oder nicht?

Sie müssen aber auch bedenken, dass die Pächter letztlich für den Wildschaden aufkommen müssen. Schon aus diesem Grund haben die Jäger ein starkes Eigeninteresse, die Wildbestände den landwirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen.

Kritisiert wird auch, dass Rehböcke nur bis zum Herbst geschossen werden dürfen.

Es gibt Bestrebungen, die derzeitige Jagdzeit bis Ende Januar auszudehnen. Aus unserer Sicht ist dies nicht notwendig oder sogar kontraproduktiv, denn es besteht die Gefahr, dass überproportional viele Böcke erlegt werden, weil dann die Jagdsaison für Böcke länger wäre als die für weibliche Rehe.

Warum werden Hirsche, Rehe und Wildschweine von den Jägern zusätzlich gefüttert? Heißt es nicht immer, das ohnehin vorhandene Nahrungsangebot sei schuld an der rasanten Vermehrung?

Eine Fütterung ist nur in Notzeiten, die von den Behörden ausgerufen werden, und dann auch nur als Erhaltungsfütterung zulässig. Das, worauf Herr Brücher anspielt, sind sogenannte Kirrungen, wo in sehr geringem Maße Futter ausgebracht wird, um das Wild anzulocken und zu erlegen. Diese Mengen sind irrelevant und werden durch den teilweise nur so zu erzielenden Jagderfolg mehr als kompensiert.
Sie halten das übermäßige Futterangebot der Landwirtschaft, etwa durch den Anbau von Mais für die Energiegewinnung, für den Hauptgrund der steigenden Schalentierbestände.

 

Was muss sich ändern?

Es ist nicht nur das Nahrungsangebot. Auch die Rückzugsmöglichkeiten. Das Wild kann sich in den großen Kulturen sehr gut verstecken. Wir müssen tatsächlich die Strukturen auf den Äckern ändern. Dies geht aber nur, wenn Landwirte, Jäger und andere Naturschützer an einem Strang ziehen und gemeinsame Sache machen. Wir engagieren uns zum Beispiel im Netzwerk Lebensraum Feldflur. Das ist ein Zusammenschluss zahlreicher Akteure aus der Jagd, des Naturschutzes und der Energiewirtschaft. Ziel ist es, die Mischung aus verschiedenen Wildpflanzenarten als eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch tragfähige Ergänzung zu konventionellen Energiepflanzen zu etablieren. Dies schafft wertvolle Lebensräume, von denen alle Arten profitieren.

Wie einsichtig sind die Landwirte?

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Landwirten. Auch sie haben Interesse daran, die Schäden zu verhüten. Die Zusammenarbeit ist in vielen Fällen sehr gut. An anderen Stellen ist noch mehr Kommunikation zwischen Jägern und Landwirten gefragt.

Ein Thema, das vor allem zwischen Naturschützern auf der einen und Landwirten und Jägern für Konflikte sorgt, ist der Wolf. Was haben Jäger gegen den Wolf?

Grundsätzlich begrüßt der Landesjagdverband die Rückkehr des Wolfes, allerdings muss man aufpassen, nicht nur das Märchen vom lieben Wolf vorbehaltlos zu verbreiten. Gerade die ländliche Bevölkerung ist von der Anwesenheit des Wolfes stark betroffen. Konflikte existieren und müssen auf sachlicher Basis gelöst werden. Wir vom Landesjagdverband beteiligen uns am Monitoring und schulen unsere Mitglieder zu speziellen Wolfskundigen. Diese liefern dem zuständigen Amt objektive Hinweise, die zu einer realistischen Bestandsaufnahme der Wölfe in Brandenburg beitragen.

Könnte der Wolf nicht, quasi als Kollege, den Jägern dabei helfen, die Wildbestände zu regulieren?

Dafür gibt es derzeit einfach zu wenige Erkenntnisse über den Wolf. Tatsache ist, dass die Bejagung von Reh und Co. in Wolfsgebieten deutlich erschwert wird. Einerseits sind die Rehe, Hirsche und Wildschweine viel vorsichtiger geworden. Zum Beispiel kommen sie nur noch nachts heraus. Vor allem das Rotwild schließt sich außerdem zu sehr großen Rudeln von bis zu 80 Tieren zusammen. Bei so großen Rudeln ist jedoch ein tierschutzgerechter Schuss äußerst schwierig. Das alles führt zu der paradoxen Situation, dass der Wildschaden in Wolfsgebieten sogar steigen kann.

 

Das Gespräch führte Matthias Matern

Georg Bauman (38), seit Januar 2013 hauptamtlicher

Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Brandenburg.

Baumann hat seit rund 22 Jahren den Jagdschein.

 

Potsdamer Neue Nachrichten v. 18.11.2013
hier gehts zu dem Artikel:
 
 
Dieser Artikel ist wirklich ein Nachweis von geistiger Windstille!!!!
Der LJV B hat in diesem Fall sehr schnell reagiert!
In einem zurückhaltenden Leserbrief hat der Geschäftsführer die Meinung der Landesjägerschaft dargelegt!
Sicher wird dem Einen oder Anderen der Ton zu moderat erscheinen - aber die Klarstellung ist schon deutlich!
Glückwunsch dem LJV B!!!!!!
 
Hier der Leserbrief des LJV B:
 

Sehr geehrter Herr Tiede, sehr geehrter Herr Matern,

die Äußerungen des NABU-Vorstands Helmut Brücher in Ihrer Ausgabe vom 18. November zeugen von fehlender Sachkenntnis in zentralen Punkten der Jagd und Wildbewirtschaftung in Brandenburg. Herr Brücher verunglimpft die rund 12.000 Jägerinnen und Jäger im Land, die mit großem persönlichen, zeitlichen und finanziellen Aufwand den Ihnen gesetzlich übertragenen Aufgaben im Naturschutz und in der Wildbewirtschaftung nachkommen. Die Behauptung, Jägern ginge es nur um Trophäen wird durch die Jagdstatistik eindrucksvoll widerlegt. Von den knapp 100.000 erlegten Stücken Rot-, Dam-, Muffel und Rehwild waren deutlich weniger als die Hälfte männlich. Es ist also eine weitaus größere Anzahl weiblicher Stücke gestreckt worden, denen bekanntermaßen lediglich Helmut Brücher mag dies vielleicht überraschen kein Geweih und damit die angeblich ach so begehrte Trophäe wächst. Darüber hinaus scheint es sich der Kenntnis des Herrn Brücher zu entziehen, dass die Abschüsse im Rahmen eines behördlich genehmigten Abschussplanes erfolgen. Dieser legt genau fest, welche Anzahl an männlichen und weiblichen Tieren erlegt werden muss. Dieser Verpflichtung kommen die Jägerinnen und Jäger in Brandenburg sehr gewissenhaft und mit großem Engagement in ihrer Freizeit nach. Oder wie sonst hätten die angesprochenen hohen Abschusszahlen überhaupt zustande kommen können?

Die von Brücher geforderten Neuerungen bei der Jagd Intervalljagden, revierübergreifende Bewegungsjagden -   sind beileibe keine Spezialität der Nabu-Eigenjagden, sondern in weiten Teilen Brandenburgs längst Realität. Nur die Kombination aus großräumigen Bewegungsjagden und engagiert betriebenem Einzelansitz erbringt die gewünschten hohen Abschusszahlen.

Die Umstrukturierung der Agrarwirtschaft ist nach Meinung zahlreicher Wissenschaftler Hauptursache für steigende Schalenwildbestände. Die großen Ackerflächen bieten idealen Rückzugsraum, wo sich Wildschweine und Co. sehr gut der Bejagung entziehen können. Der Tisch ist für das Wild ganzjährig üppig gedeckt, nicht erst seit dem Anbau von Energiemais.

Jäger sind die einzigen anerkannten Naturschützer, die eine umfangreiche staatliche Prüfung ablegen müssen. Ansatzpunkte für eine konstruktive Zusammenarbeit der Naturschutzverbände gemeinsam mit den Land- und Forstwirten zum Wohle der Biotope und der Tiere  gibt es reichlich und sind aus unserer Sicht der richtige Weg. Demagogen wie Helmut Brücher haben offenbar jedoch ein größeres Interesse daran, polemische Auseinandersetzungen zu führen und ihre sorgsam konservierten Feindbilder zu pflegen. Den Naturschutz und die Jagd bringt das keinen Millimeter weiter.