Aus Wald und Flur....

Waldarbeiten

Diese Broschüre wendet sich an alle, die regelmäßig Waldarbeiten durchführen.

Die vorliegende Broschüre

Aktuelles zu Sicherheit und Gesundheitsschutz
- Waldarbeit"

greift diese Ergebnisse aus der Forstprävention
auf.
Es werden Grundlagen dargestellt, die in der Praxis zu wenig
beachtet werden und auch neuere, bereits bewährte Präventionsmaßnahmen aufgezeigt.

Hier können Sie die Broschüre runterladen:  > Klick <

Jagdhunde und Wolfsrudel......


Die hohe Mortalität der Jagdhunde bei Konfrontation mit Wolfsrudeln


Ein hochwissenschaftliche Beitrag unseres Freundes L. Schneider beweist, wie positiv wir selbst den abstrusesten Aktionen unserer Tier- und Naturschutzfreunde begegnen:

Jagdkatze Nachsuchen und Stöberjagden in Wolfsgebieten


...lesen Sie hier den vollen Artikel:

Rechtfertigung der Jagd

heute wichtiger denn je!

Am 28. Februar 2016 fand in Berlin ein außerordentlich erhellendes Symposium statt zum Thema: Jagd in Deutschland wie wird sie in 30 Jahren aussehen? .

Veranstalter war die Young Opinion (YO) des CIC, des (auf deutsch) Internationalen Rates zur Erhaltung der Jagd und des Wildes (Info dazu bei Wikipedia unter diesem Stichwort). Thematisiert wurden, unter anderem, die Themen Jagd und Eigentum , Jagd und Presse , Jagd und Naturschutz und Jagd und Politik


...lesen Sie  > hier < den vollständigen Bericht von Dr. Wolfgang Lipps




Zulassung von Schalldämpfern in der Jagd

Schalldämpfer in der Jagd

Bisher wurde die angebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung von Gesetzeskommentar

zu Gesetzeskommentar und von Urteilsbegründung zu Urteilsbegründung unreflektiert

abgeschrieben. Nirgendwo ließ sich bisher nachlesen, ob Schalldämpfer denn wirklich die ihnen zugesprochene

Deliktrelevanz hätten: Entsprechende Statistiken waren nicht vorhanden oder wurden

nicht veröffentlicht, auch kriminalistische Grundsatzpapiere oder Untersuchungen waren nicht

verfügbar - es gab schlicht keine Quellen.

Solange die behauptete Gefährdung durch Schalldämpfer in der Hand von Legalwaffenbesitzern aber

nicht mit Fakten unterlegt werden kann, bleibt sie genau das: eine bloße Behauptung!

Der auf den nachfolgenden Seiten in vollem Umfang angeführte Bericht zeigt deutlich, dass die Fachleute des Bundeskriminalamtes einen sachlichen und ideologiefreien Blick auf den Sachverhalt haben offenbar ganz im Gegensatz zur politischen Ebene.

Hier > klicken [1,2 MB] <

 

Umweltverträglichkeitsprüfung der Jagd

Umweltverträglichkeitsprüfung der Jagd

Gemeinsame Naturschutzarbeit in der Basis wird mit Füßen getreten

Tschimpke verspielt NABU-Glaubwürdigkeit

 

(Berlin, 14. Oktober 2014) Jäger, Jagdgesetze, jagdbare Arten alles verstaubt, meint der Naturschutzbund (NABU). Um dies zu untermauern, hat er ohne jegliche Datenbasis oder wissenschaftliche Fakten eine Umweltverträglichkeitsprüfung der Jagdgesetze durchgeführt. Völlig willkürlich und hanebüchen sind die gewählten Faktoren wie Zahl jagdbarer Arten, Jagdzeiten und Jagdmethoden. Wenn NABU-Präsident Olaf Tschimpke das ernst meint, spreche ich ihm jegliche Kompetenz in Sachen Jagd ab , so Andreas Leppmann, Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbands (DJV) auf der DJV-Klausurtagung der Landesjagdverbände in Mettlach/Saarland. Vielleicht solle man besser eine Umweltverträglichkeitsprüfung der über drei Dutzend NABU-Eigenjagdbezirke anregen, so Leppmann weiter. Der überholte Wir-bauen-einen-Zaun-drum-Naturschutz werde weiter forciert und die praktische Naturschutzarbeit vor Ort von NABU und Jägern mit Füßen getreten.

 

Eine Säule des Artenschutzes neben Lebensraumverbesserung ist die Bejagung räuberischer Arten. Dies geht am besten mit Fallen oder mit der Baujagd. Der NABU-Bundesverband lehnt jedoch in seiner Position die Verwendung von Fallen gänzlich ab. Allerdings wird in Naturschutzprojekten das Fallenstellen unter der Bezeichnung des Prädatorenmanagements legitimiert, staatlich gefördert und von Naturschutzverbänden insbesondere vom NABU aktiv praktiziert. Ein Fang- und Baujagdverbot ist das schädlichste, was man für den Schutz benachteiligter Arten ernsthaft fordern kann , sagt Andreas Leppmann. Ob auf der Falle Prädatorenmanagement steht oder Fangjagd , ist dem Fuchs egal. Alles andere ist Etikettenschwindel und entbehrt jeder argumentativen Grundlage , so Leppmann. Der DJV nimmt Tierschutz übrigens sehr ernst und hat die Initiative ergriffen: Bereits gängige Fallentypen wurden nach internationalen Standards für humane Fangjagd (AIHTS) erfolgreich getestet.

 

Es ist die Käseglocken-Mentalität des Naturschutzes, die verstaubt erscheint, nicht das Jagdrecht , sagte Leppmann Mit der Zaun-drum-und-alles-wird-gut-Methode kann man unmöglich bedrohten Arten im Kielwasser der Energiewende helfen wollen. Wir fordern vermehrt integrative Ansätze in der Agrarlandschaft! Diese sieht der DJV etwa in der Anerkennung von Blühstreifen zur Biogasproduktion als ökologische Vorrangflächen. Verbindet man den positiven ökologischen Effekt von Streifen mit Wildpflanzenmischungen mit einer ökonomischen Nutzung in Biogasanlagen, entsteht eine Win-Win-Situation für bedrohte Tiere, Landwirte und Jäger , so Leppmann.

 

Weiterhin fordert der NABU eine drastische Kürzung der Liste der jagdbaren Arten: Je weniger Arten dem Jagdrecht unterliegen, desto mehr Punkte gibt es auf der NABU-Skala. Das Jagdrecht ist jedoch prinzipiell ein Schutzrecht, es gilt die Hegepflicht. Deshalb genießen Wildtiere im Jagdrecht doppelten Schutz. Gefährdete Arten, wie Seehund, Fischotter oder Seeadler profitieren zum einen durch die Jagdabgabe der Jäger beide Seehundstationen werden von Jägern finanziert als auch durch direkte Maßnahmen vor Ort. Zudem widerspricht das Herausnehmen der Arten aus dem Jagdrecht dem in der Agenda 21 verabschiedeten Use-it-or-lose-it -Prinzip. Demnach setzt man sich besonders für Dinge ein, wenn man sie auch nutzen kann.

 

In einer Stellungnahme geht der DJV im Detail auf das Nabu-Positionspapier Jagd ein.

 

Hier können Sie die DJV-Stellungnahme lesen:

> klick <

 

..... Jagdhunde

Im Notfall müssen Jäger Erste Hilfe für Hunde leisten können

Der Hund ist unverzichtbar für die Jagd. Dennoch birgt das Jagen auch Gefahren für die Vierbeiner. Schneller als man denkt, kann ein Hund im Wald Hautwunden, Zerrungen, Dehnungen oder Knochenbrüche erleiden. Hinzukommen auch Beißereien mit Artgenossen bei einer gemeinsamen Jagd und Wildangriffe. In solchen Situationen ist der Jäger oftmals auf sich alleine gestellt und muss den Hund richtig verarzten können. Natürlich Jagd zeigt, worauf es bei der Ersten Hilfe für Jagdhunde ankommt.
 
Näheres bitte hier "klicken": Erste Hilfe
 

Von der Berufsgenossenschaft:


 

Was beeinflusst die Sicherheit von Schnittschutzhosen?

 

Schnittschutzhosen stellen ein wesentliches Element der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) dar. Sie sollen ihren Träger bei einem Unfall mit der Motorsäge vor schwerwiegenden Schnittverletzungen bewahren oder diese zumindest spürbar verringern.

Näheres können Sie hier weiterlesen:

Anforderungen an Schnittschutzhosen

 


Nur gucken, nicht anfassen.....

In der Brut- und Setzzeit gilt:

Nur gucken, nicht anfassen

Der gut getarnte Nachwuchs von Reh und Hase verbringt natürlicherweise die ersten Tage mutterseelenallein im hohen Gras regungs- und nahezu geruchlos. Nur zum Säugen erscheint die Mutter. Was beim Menschen ein Fall fürs Jugendamt wäre, bietet in der Natur optimalen Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Die Elterntiere beobachten ihren Nachwuchs in der Brut- und Setzzeit übrigens meist aus sicherer Entfernung, um keine Räuber anzulocken. In Sachen Nachwuchspflege ist Tier eben nicht gleich Mensch. Bei ungewöhnlichen Beobachtungen sollte man sich direkt an einen Jäger in der Nähe wenden. Dieser kann die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

 

Hunde an die Leine!

Vor allem Hundebesitzer stehen im April in der Brut- und Setzzeit in der Pflicht: Stöbernde Hunde können in der Brut- und Aufzuchtzeit viel Schaden anrichten. Denn hochträchtige Rehe sind bei weitem nicht mehr schnell genug, um erfolgreich vor ihnen flüchten zu können. Rehkitze, junge Hasen oder Vogelküken sind ebenfalls leichte Beute. Leider wollen viele Hundehalter nicht wahrhaben, dass gerade ihre Hunde solch große Gefahr für das Wild im Wald darstellen doch jedes Jahr häufen sich die Fälle von Hunden, die im Wald Beute machen und großen Schaden anrichten. Es reicht oft schon, wenn ein Hund ein Jungtier in der Brut- und Setzzeit nur berührt, um die Eltern so zu irritieren, dass sie den Nachwuchs verstoßen. Hundebesitzer sind angehalten, sich gerade in der Brut- und Setzzeit bis Ende Juni nur auf ausgewiesenen Wegen aufzuhalten und Hunde anzuleinen. Vielerorts gilt Leinenzwang. Wer sich nicht daran hält muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Geldbußen in sechsstelliger Höhe können die Folge eines Fehlverhaltens in der Brut- und Setzzeit sein.

....aus einem Revier in Brandenburg

 

Besonderheiten des Revieres mehrere Bungalowanlagen (Wochenendhäuser) die natürlich oft nur am Wochenenden bewohnt sind.
Dann werden die Katzen gefüttert und ansonsten sich selbst überlassen!

Hunde werden (weil sie ja die Freiheit brauchen) einfach in die Natur entlassen! Die kommen ja immer wieder, wenn auch nicht gleich dann eben später die tun ja nichts und wollen nur spielen!

 

Jagdjahr 2007/2008

Mehrere Katzen mit Halsband in der Lebendfalle gefangen und zum Tierheim gebracht.

Sechs Risse mit Verdacht auf wildernde Hunde, einmal zwei Hunde auf frischer Tat ertappt und im Tierheim abgeliefert, Anzeige erstattet.

Die gleichen Hunde noch dreimal eingefangen und den Besitzer jedes Mal darüber informiert und über die Umstände und Folgen aufgeklärt, bevor die Hunde dem Tierheim überstellt wurden.

Jagdjahr 2008/2009

Fünf Risse mit Verdacht auf wildernde Hunde, dreimal zwei Hunde (die aus 2007/2008) auf frischer Tat ertappt und im Tierheim abgeliefert, Anzeige erstattet.

Die gleichen Hunde noch sechsmall eingefangen und den Besitzer jedes Mal darüber informiert und über die Umstände und Folgen aufgeklärt, bevor die Hunde dem Tierheim überstellt wurden.

Im Januar 2009 hetzten beide Hunde eine Ricke in einen Kulturzaun und wurden dabei von mir gestellt, als sie dem noch lebenden, im Zaun festhängenden Tier die Decke abzogen. In der Folge endete die Sache für die Hunde, wie die Ricke final, da ein Fangen der Hunde eine zu große Gefahr für den Jagdaufseher bedeutete. Es erfolgte die Einbeziehung der Polizei und die Information an den Besitzer, inklusive Übergabe der beiden toten Hunde.

Jagdjahr 2009/2010

Zwei Risse mit dem Verdacht wildernder Hunde, viermal einen freilaufenden Hund beim Hetzen von Rehwild beobachtet, denselben Hund zweimal dem Tierheim übergeben.

Jagdjahr 2010/2011

Ein Schäferhund mix als ständiger Ausreißer im Revier unterwegs. Neunmal eingefangen und dem Besitzer übergeben mit dem Versuch des klärenden Gesprächs. Siebenfache Beobachtung des Hundes beim Hetzen von Rehwild. Zwei Risse gefunden mit dem Verdacht wildernder Hund.

Den Hund einmal am gehaltenen Stück im Kulturzaun erwischt, den Bock erlöst und den Hund dem Tierheim überstellt und den Fall zur Anzeige gebracht. Sechs Tage später derselbe Hund am frisch gerissenen Kitz angetroffen, nachdem Anwohner darüber informiert hatten. Finales Ende für den Hund einhergehend mit Information an die Polizei und Erstatten einer Anzeige gegen den Besitzer, Übergabe des toten Hundes.

 

In dem o.g. Zeitraum wurden 96 Katzen mit Lebendfangfallen gefangen und dem Tierheim überstellt!

Die freuen sich schon wenn der Kollege sich nähert!

 

Jagdschutz

Grundsetzliches zum "Jagdschutz":
 
Rechtliche Regelung des Bundes:
 

BJagdG § 23 Inhalt des Jagdschutzes

Der Jagdschutz umfaßt nach näherer Bestimmung durch die Länder den Schutz des Wildes insbesondere vor Wilderern, Futternot, Wildseuchen, vor wildernden Hunden und Katzen sowie die Sorge für die Einhaltung der zum Schutz des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften.

 
Rechtliche Regelung Brandenburg:

BbgJagdG §38 Inhalt des Jagdschutzes, Pflicht zur Ausübung des Jagdschutzes

(1) Der Jagdschutz umfasst auch den Schutz des Wildes vor Beeinträchtigungen durch wildlebende Tierarten, soweit diese keinen besonderen Schutz nach Naturschutzrecht genießen, sowie vor wildernden Hunden und streunenden Katzen.

(2) Der Jagdausübungsberechtigte ist verpflichtet, den Jagdschutz in seinem Jagdbezirk auszuüben.

 

 

Sicherheit bei der Jagd

Das gilt immer

nur funktionssichere und zugelassene Waffen verwenden,

Waffen nie auf Menschen richten,

Munition getrennt aufbewahren und vor Verwechslung schützen,

Vertrauensperson über Ihren Aufenthalt informieren,

jagdliche Einrichtungen regelmäßig jedoch mindestens jährlich kontrollieren und ggf. instandsetzen,

Umgang mit den Waffen:

Eine Schusswaffe immer so handhaben, als ob sie geladen und entsichert sei!

Pistole oder Revolver in einem Holster (nicht in Jacken- oder Hosentasche stecken).

Waffen im Auto ungeladen und in spezieller Halterung transportieren

Schusswaffen dürfen nur während der tatsächlichen Jagdausübung geladen sein.

Vorsicht bei gestochenen Waffen!

Bei Bewegungsjagden  "nicht" stechen.

Kommt der Schütze nicht zum Schuss, Waffe sofort entstechen

Niemals mit gestochener Waffe pirschen.

Bestimmungsgemäße Verwendung der Schusswaffen (z. B: nicht zum Niederdrücken von Zäunen, Aufstoßen von Hochsitzluken oder Erschlagen des Wildes nutzen).

Waffen vor Besteigen und Verlassen des Hochsitzes oder Einsteigen ins Auto entladen!

Jagdausübung:

Schuss erst abgeben, wenn sicher ist, dass niemand gefährdet werden kann.

Gesellschaftsjagd

Jagdleiter benennen, der die erforderlichen Anordnungen für den gefahrlosen Ablauf der Jagd gibt.

An der Jagd unmittelbar Beteiligte müssen sich deutlich farblich von der Umgebung abheben, z. B. durch orange-rote Brustumhänge oder Signalbänder.

Weisungen des Jagdleiters unbedingt befolgen!

Aufgaben des Jagdleiters

(siehe Merkblatt Hinweise zur Planung und Durchführung einer Niederwildjagd und Hinweise zur Planung und Durchführung einer Schalenwildjagd).

Schützen und Treiber vor Beginn der Jagd unterweisen über:

die Bedeutung der Signale,

den Gebrauch der Schusswaffe,

die Zuteilung der Schützen zu den jeweiligen Jagdständen und Festlegung der dazugehörigen Schussbereiche,

Festlegung des Beginns und Beendigung der Jagd,

Festlegung zum Schießen während des Kesseltreibens,

Auswahl der an der Jagd beteiligten Personen.

Jagdliche Einrichtungen:

Sicherer Hochsitzbau:

nur gesundes, entrindetes und kräftiges Holz verwenden,

Zugänge und Stege fachgerecht errichten und mit Einrichtungen gegen Abstürzen von Personen sichern.

Haltegriff am Ein-/ Überstieg in die Kanzel anbringen,

Hölzer, die in den Boden eingelassen werden, vor Fäulnis schützen,

Sprossen an den Leiterholmen sicher befestigen und nach unten hin abstützen,

Beim Umgang mit der Motorsäge persönliche Schutzausrüstung tragen!

Kopfschutz mit Gehör- und Gesichtsschutz,

Handschuhe,

Schnittschutzhose,

Sicherheitsschuhe mit schnitthemmender Einlage.

Vor jedem Besteigen eines Hochsitzes Standsicherheit überprüfen.

Erste Hilfe

Verbandsmaterial mitführen.

Drückjagden in Brandenburg

 Bewegungsjagden Strecke machen

Wir alle erinnern uns an die kleinen Drückerchen von früher.

Eine Handvoll Treiber möglicherweise mit Hofhund, ein Handvoll Schützen abgestellt um eine Dickung. Die Treiber laut und schnell durch die Reihen und natürlich melden sie jedes gesichtete Tier mit möglichst großer Lautstärke, unterstrichen durch Schreie, Rufe und unter zu Hilfenahme mechanischer Geräte wie Trommeln, Dosen und Trillerpfeifen.

Auch die Folgen dieser Beunruhigungen haben fast alle Jäger schon kennen gelernt und verflucht blitzschnelles Wild, kaum ansprechbar, vorne zu schnell und hinten zu kurz. Am Ende Nachsuchen ohne Ende, schlechte Schüsse mit dem Erfolg kaum verwertbares Wildbret gewonnen zu haben. Unzufriedenen Jagdgäste am Streckenplatz und endlose Diskussionen über die Fehler des Tages.

Es gibt eine ganze Anzahl von Gesellschaftsjagden.

Die unterschiedlichsten Erwartungen und somit auch eine Vielzahl von Methoden.

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der zur Verfügung stehenden Jagdmethoden ist das Revier, in dem die Jagd durchgeführt werden soll. Denn nicht jedes Revier ist für alle Arten von Gesellschaftsjagden tauglich und nicht jede beliebige Jagdart bringt den ersehnten Erfolg.

 

Auch die zu bejagenden Wildarten engen die Auswahl ein. Hat sich der Jagdausübungsberechtigte (JAB) zur Durchführung einer Gesellschaftsjagd entschlossen, beginnt eine sehr anspruchsvolle und aufwendige Arbeit.

Hier ist viel Sachkunde, Revierkenntnis und ein gerüttelt Maß an Kenntnis über die Wildbestände notwendig, aber auch ein hoher Anspruch an die Teamfähigkeit und Durchsetzungskraft und auch ein großes diplomatisches Geschick im Umgang mit Menschen Voraussetzung.

 

Rechtliche Belange der Durchführung von Gesellschaftsjagden

Es ist erstaunlich welche Gesetze und Vorschriften bei der Planung, Organisation und Durchführung einer Gesellschaftsjagd berührt werden.

Betroffene Gesetze und Verordnungen:

1)         Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

2)         Bundesjagdgesetz (BJagdG)

3)         Landesjagdgesetz (LJagdG)

4)         Fleischhygienegesetz (FLHG)

a)         Fleischhygiene-Verordnung (FLHV)

5)         Unfallverhütungsvorschriften

a)         VSG 4              Jagd

b)         VSG 1.1           Allgemeine Vorschrift für Sicherheit und

                                    Gesundheitsschutz

c)         VSG 2.3           Leitern und Tritte

6)         Tierschutzgesetz

7)         Brandenburgisches Straßengesetz (BbgStrG)

Der Haustierabschuss

 - ein emotionales Thema

Zu Beginn sei einmal festgehalten: die meisten Jäger sind selbst Familienväter oder -mütter und haben Haustiere, sowohl Katzen, als auch (Jagd-) Hunde. Es gibt für die meisten Jäger also überhaupt keine Motivation, außer der Verantwortung dem Wild gegenüber (und auch nicht jagbarer Arten!), Haustiere zu schießen. Dennoch passiert dies immer wieder. Warum? Wir versuchen aufzuklären.


Die Mitglieder des JaBbg e.V. haben in einer Umfrage ihre Erfahrungen zum Thema Haustierabschuss im Zuge des Jagdschutzes zusammengetragen.

Gefragt war nicht nur das Verhalten im Dienstrevier sondern auch das der Nachbarreviere.

 

Grundtenor

1.      Hunde Hunde sind zwar ein Thema (gerade in der Nähe von Ballungsgebieten).
Es herrscht aber die Einstellung vor, dass eher die Halter als denn die Hunde dafür verantwortlich sind.
Hier wird dann eher der Rechtsweg eingeschlagen als der Finger krumm gemacht!
Die Beunruhigung der Reviere durch uneinsichtige Hundehalter nimmt zu (auch hier in Abhängigkeit vom allgemeinen Nutzerdruck).

2.      Katzen Katzen sind offensichtlich kein Thema mehr. Die Reviere mit einem angemessenen Niederwildbesatz haben mehr mit Prädatoren (Räuber) zu tun als mit den 2, 3 Hauskatzen.
Hier tut sich Waschbär und Marderhund besonders hervor.

Keiner der Mitglieder des JaBbg hat in den letzten Jahren in Brandenburg einen Hund getötet.
Aus einigen Gegenden Brandenburgs wurde allerdings gemeldet, dass das Aussetzen von Jungkatzen im Frühjahr merklich zunimmt! Die Überlebenschance dieser Katzen ist in freier Wildbahn sehr gering! Abgesehen von dem Umstand der Tierquälerei ist ein derartiges Verhalten sehr unverständlich.

 

Der in Brandenburg zur Verfügung stehende Rechtsweg wird als Gut angesehen.

 

BbgJagdG § 26 Sachliche Gebote und Verbote

(4) Es ist verboten, die Ausübung der Jagd unbefugt zu stören oder zu behindern.

Was durch freilaufende Hunde durchaus der Fall ist!

 

BbgNatSchG § 38 Allgemeiner Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten

Es ist verboten,

1.         wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,

Was durch freilaufende Hunde durchaus der Fall ist!

 

LWaldG Bbg § 15 Allgemeines Betretungs- und Aneignungsrecht

(8) Hunde dürfen nur angeleint mitgeführt werden. Dies gilt nicht für Jagdhunde im Rahmen der Ausübung der Jagd sowie für Polizeihunde.

 

HundehV Bbg § 2 Führen von Hunden

(1) Wer Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums führt, muss körperlich und geistig die Gewähr dafür bieten, jederzeit den Hund so beaufsichtigen zu können, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden. Der Hundeführer hat den Hund ständig zu beaufsichtigen und sicher zu führen.

 

§ 8 Gefährliche Hunde

(1) Als gefährliche Hunde im Sinne dieser Verordnung gelten:

Hunde, bei denen auf Grund rassespezifischer Merkmale, Zucht, Ausbildung oder Abrichten von einer über das natürliche Maß hinausgehenden Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder einer anderen in ihrer Wirkung vergleichbaren, Mensch oder Tier gefährdenden Eigenschaft auszugehen ist,

Hunde, die als bissig gelten, weil sie einen Menschen oder ein Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen oder dazu durch Schläge oder in ähnlicher Weise provoziert worden zu sein, oder weil sie einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,

Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild oder andere Tiere hetzen oder reißen, oder

Hunde, die ohne selbst angegriffen oder provoziert worden zu sein, wiederholt Menschen gefährdet haben oder wiederholt Menschen in gefahrdrohender Weise angesprungen haben.

 

Was grundsätzlich für jeden Jagdhund zutrifft!!

 

§ 15 Ausnahmeregelungen

(2) Die Verordnung gilt nicht für Jagd- und Herdengebrauchshunde, soweit diese im Rahmen ihrer jeweiligen Zweckbestimmung eingesetzt werden.

 

Sowie die Kommunalen Verordnungen.

 

 

 

Jagdhund:

Als Jagdhund wird ein Hund bezeichnet, der dem Menschen in der heutigen Zeit dem Jäger im weitesten Sinne als Gehilfe bei der Jagd dient. Unter dem Begriff Jagdhund wird heute dabei eine Gruppe von Haushunderassen zusammengefasst, die verschiedenste jagdliche Einsatzgebiete repräsentieren kann. Die modernen Jagdhunde werden in Stöberhunde, Vorstehhunde, Apportierhunde, Schweißhunde, Erdhunde und nordische Hunde eingeteilt.

Jagdhunderasse

Der die jeweilige(n) Rasse(n) betreuende Zuchtverein muss Mitglied im Jagdgebrauchshundverband e.V. sein. Dieser nimmt nur Zuchtvereine auf, die Hunderassen züchterisch betreuen, welche nach Herkunft und Eignung weidgerechtem Jagen in Deutschland dienen können und für die es einen international anerkannten Rassestandard gibt.

Jagdgebrauchshund

Als Jagdgebrauchshunde im Sinne des Gesetzes gelten Hunde, die phänotypisch einer Jagdhunderasse zu zuordnen sind, die entsprechend ihrer jagdlichen Zweckbestimmung gezüchtet, ausgebildet, gehalten und geführt werden.

Der jagdlich brauchbare Hund

Die Brauchbarkeit von Jagdgebrauchshunden ist gegeben, wenn sie mindestens eine Prüfung bestanden haben, welche in der Verordnung über die Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdgebrauchshunden in Brandenburg (Jagdhundebrauchbarkeitsverordnung JagdHBV)festgelegten jeweiligen Mindestanforderungen erfüllen.

 

 

 

 Weiteres können Sie  > hier < nachlesen!

 
 

Rechtvorschriften zur Gesellschaftsjagd

Zu 1.  BGB Unerlaubte Handlungen

§ 823  [Schadensersatzpflicht]

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit,

das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem

anderen zum Ersatze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Zu 2.  Bundes Jagd Gesetz (BJagdG)

            Alle einschlägigen §§ zur Jagdausübung

            § 15 Allgemeines

(1)        Wer die Jagd ausübt, muss einen auf seinen Namen lautenden Jagdschein mit sich führen und diesen auf Verlangen den Polizeibeamten sowie den Jagdschutzberechtigten (§ 25) vorzeigen.

§ 19 Sachliche Verbote

§ 20 Örtliche Verbote

§ 21 Abschussregelung

§ 22 Jagd- und Schonzeiten

§ 22a Verhinderung von vermeidbaren Schmerzen oder Leiden des Wildes

Zu 3.  Landes Jagd Gesetz Brandenburg (LJagdG Bbg.)

§ 26 Sachliche Gebote und Verbote

§ 29 Regelung der Bejagung

§ 31 Jagd- und Schonzeiten

§ 34 Nachsuchen und Wildfolge

§ 36 Verfolgung kranken oder krankgeschossenen Wildes in befriedeten Bezirken

§ 37 Einsatz von Jagdgebrauchshunden

Zu 4.  Fleischhygienegesetz (FLHG)

§ 1 Untersuchungspflicht

§ 4 Begriffsbestimmungen

Fleischhygiene-Verordnung (FLHV)

§ 1 Anwendungsbereich

§ 2 Begriffsbestimmungen

§ 4 Anmeldung zur Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Kapitel I Schlachttieruntersuchung

Kapitel II Fleischuntersuchung

Kapitel IV - Beurteilung des Fleisches

Kapitel VI - Besondere Hygienevorschriften für erlegtes Haarwild

Zu 5.  Unfallverhütungsvorschriften

VSG 4.4

§ 1 Grundsätze

§ 2 Waffen und Munition

§ 3 Ausübung der Jagd

§ 4 Besondere Bestimmungen für Gesellschaftsjagden

§ 5 Nachsuche

VSG 1.1 Allgemeine Vorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz

§1 Grundsätze

§2 Übertragung von Arbeiten

§3 Unterweisung der Versicherten

VSG 2.3 Leitern und Tritte

Durchführungsanweisung zu § 1

§ 2 Bereitstellen und Benutzen von Leitern, Tritten und Pflückschlitten

§ 3 Schadhafte Leitern und Tritte

Zu 6.  Tierschutzgesetz

TierSchG § 4

Zu 7.  Brandenburgisches Straßengesetz (BbgStrG)

§ 1 Geltungsbereich

§ 2 Öffentliche Straßen

§ 10 Hoheitsverwaltung

§ 14 Gemeingebrauch, Anliegergebrauch

§ 17 Verunreinigung und Beschädigung

§ 26 Schutzmaßnahmen

Nottötung

Abwägung zwischen Nottötung oder Versorgung und Rehabilitation

 

Vor einer Nottötung von Unfallopfern ist abzuwägen, ob ggfs. eine (tierärztliche) Versorgung und anschließende Rehabilitation möglich und sinnvoll ist.

Vorrangiges Ziel der Entscheidung, ob Nottötung oder (tierärztliche) Versorgung und Rehabilitation, muss die rasche Beendigung von Schmerzen und Leiden des betroffenen Tieres sein.

Wenn die Möglichkeit der Nutzung des Wildbrets zum menschlichen Verzehr besteht, ist die rasche Tötung und Verwertung geboten.

BJG § 22a Verhinderung von vermeidbaren Schmerzen oder Leiden des Wildes

(l) Um krankgeschossenes Wild vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu bewahren, ist dieses unverzüglich zu erlegen; das gleiche gilt für schwerkrankes Wild, es sei denn, dass es genügt und möglich ist, es zu fangen und zu versorgen.

 

Wertung der Versorgung und Rehabilitation

Die (tierärztliche) Versorgung und Rehabilitation von hilfsbedürftigen Wildtieren wirft etliche Fragen aus der Sicht des Tierschutzes auf, die hier nicht abschließend diskutiert werden können (siehe z. B. Richter und Hartmann 1993; Bahr 2005; Korbel et al. 2005; Lierz et al. 2005; Kummerfeld et al. 2005; Reineking und Fleet 2005; Richter 2005).

Zusammengefasst kann man feststellen, dass bereits die Handhabung erwachsenen Wildtieren durch den Menschen eine erhebliche Belastung darstellt, die als Leiden zu qualifizieren ist.

Sie ist zu rechtfertigen, wenn eine nur sehr kurzzeitige und wenig belastende Pflege eine vollständige Wiederherstellung zur Folge haben wird. Eine längere Pflege ist nur dann vertretbar, wenn unter dem Blickwinkel des Artenschutzes ein zusätzlicher Nutzen zu erwarten ist. Das ist nur für ganz wenige Tierarten der Fall. Für Wild mit Jagdzeit (also z. B. Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase usw.) trifft es auf keinen Fall zu.

Ziel muss die erfolgreiche Wiederauswilderung sein. Eine dauerhafte Haltung von adult in Menschenhand geratenen Wildtieren stellt hohe Anforderungen, die nur selten tierschutzkonform erfüllt werden können.
 
Es ist problematisch, wenn menschliches Fürsorgebedürfnis bei der Entscheidung - ob Tötung oder Pflege - im Vordergrund steht.
 

 

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. hat einige sehr interessante und durchaus hilfreiche Merkblätter heraus gegeben.

Zwei sollen hier besonders herausgestellt werden:

Unter der Rubrik Wildtiere und Jagd -

Tierschutz für Jäger [50 KB]

Nottötung von Wildtieren [30 KB]

 

Im Dauerschlaf durch den Winter

 

Igel, Reh und Wildschwein kommen mit raffinierten Strategien durch die kalte Jahreszeit

(Berlin, 16. Dezember 2014) Keine Heizung und kein heißer Tee- wie schaffen es Wildtiere eigentlich durch den Winter? Sie kennen viele pfiffige Tricks mit denen sie Kälte und Nahrungsmangel trotzen , so Torsten Reinwald Pressesprecher des Deutschen Jagdverbandes.

Wildschweine schätzen beispielsweise ihre Unterwäsche - eine schützende Wollschicht unter den Borsten. Rehe besitzen eine Dauerwelle hohle, gewellte Haare, die für eine wärmende Luftschicht sorgen. In der Winterzeit kann zudem vermehrt beobachtet werden, dass Rehe still und starr auf den Feldern stehen. Was uns unnatürlich vorkommt, ist für das Reh eine raffinierte Überlebensstrategie: Es senkt seine Körpertemperatur und den Herzschlag, bewegt sich möglichst wenig und verbraucht so kaum Kalorien. Igel, Fledermäuse und Murmeltiere schlafen dagegen gleich ganz durch. Erst wenn es wieder wärmer wird, weckt sie eine innere Uhr. Die Wildtiere reagieren in der Winterzeit besonders empfindlich auf Störungen. Der DJV rät daher, bei Spaziergängen auf Wegen zu bleiben.

Spätestens bei den ersten Schneeflocken zeigen sich manche Tierfreunde beunruhigt und glauben, dass die Wildtiere frieren und nicht mehr genügend Futter finden. Sie bringen Brot oder Küchenreste in Parks und an Waldränder. Was viele jedoch nicht wissen, Pflanzenfresser wie Reh und Hirsch können durch gewürzte Speisereste schwere Koliken bekommen. Die Tiere können sogar daran sterben , sagt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald. Allesfresser wie Wildschwein, Fuchs oder Waschbär werden dagegen durch Essensreste in die Nähe von Städten gelockt. Sie verlieren durch das Füttern ihre angeborene Scheu vor dem Menschen. Wenn der Waschbär dann aber die Mülltonne durchwühlt oder die Wildschweinrotte den Garten umgräbt, stehen viele Menschen vor einem hausgemachten Problem.

Übrigens: Das Füttern von Wildtieren in Wald und Feld ist größtenteils verboten. Nur in Ausnahmesituationen - etwa Vereisungen, hohen Schneelagen, extreme anhaltende Kälte und Nahrungsmangel - dürfen nur Jäger und Förster artgerechtes Futter wie Heu für Pflanzenfresser ausbringen. Die Behörde ruft dann eine Notzeit aus. Mit normalen Wintern kommen die Tiere gut zurecht.

Deutsche Jagdverband (DJV)