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Aktuelles

Fellnutzung.....

ökologisch, nachhaltig, transparent
Die Fellwechsel GmbH ist ein junges Unternehmen zur Nutzung natürlicher Ressourcen aus nachhaltiger Jagd.
In Rastatt in Baden-Württemberg wird eine Abbalgstation errichtet, in der Tiere im Kern angenommen und weiterverarbeitet werden. Träger dieses Pilotprojekts sind der Deutsche Jagdverband e. V. und der Landesjagdverband Baden-Württemberg e. V.  

Ziel ist es, Bälge von in Deutschland erlegten Raubwildarten nachhaltig zu verwerten.

Näheres erfahren Sie  > HIER < 


Frage und Antwort-Papier der Fellwechsel GmbH

Wildschäden im Wald


Es gibt eine Online Möglichkeit zur Unterstützung bei der Feststellung von Wildschäden im Wald furch das MLUL

Hier finden Sie die notwendigen Informationen


Meldebogen bei Schäden durch Wolfsübergriffe

- freiwillige Meldung für Haupt-, Nebenerwerb und Hobbyhalter -

Mit dem Ziel, die Interessen der Weidetierhalter zu vertreten, sammelt der Landesbauernverband Brandenburg Informationen zu auftretenden Schadensfällen. Diese Meldungen werden für eine interne Statistik sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Auch für eine fundierte Diskussion, z.B. mit dem Ministerium und Naturschutzverbänden, ist entsprechendes und aktuelles Datenmaterial notwendig.

Die freiwillige Meldung an den Landesbauernverband ist kein Ersatz für die Meldung an die Schadenshotline des Landes Brandenburg unter der Tel.-Nr. 0172 5641700.


Hier finden Sie den Meldebogen:   > klicken <

Hochsitze unter Höchstspannungsfreileitungen


Nutzung von Hochsitzen im Schutzstreifen von Höchstspannungsfreileitungen der 50Hertz

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der Nachtrassierung einer vorhandenen Höchstspannungsfreileitung wurden diverse Unterschreitungen von notwendigen Sicherheitsabständen bei Hochsitzen festgestellt. Dies möchten wir als Anlass nutzen, um auf Folgendes hinzuweisen.

 

Aus Sicherheitsgründen ist zu Höchstspannungsleitungen immer ein Mindestabstand einzuhalten..

Um eine lebensgefährliche Bedrohung für Personen auszuschließen, dürfen Hochsitze (Kanzeln) im Trassenbereich grundsätzlich maximal 70 m vor oder hinter einem Mast und mindestens 10 m vom äußeren ruhenden Leiterseil entfernt, errichtet und genutzt werden. (siehe Anlage 1)

 

An einer Zusammenarbeit sind wir sehr interessiert. Zur Wahl sicherer Standorte im Trassenbereich stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung .

 

Bei Unterschreitung der Sicherheitsabstände werden die betreffenden Hochsitze entfernt.

Das gesamte Anschreiben incl. Anlage können Sie sich gerne runter laden:

Hier  > klicken <

 


Aktuell und wichtig

Neues vom

Institut für Jagd, Umwelt und Naturschutz UG


Kleine Kugel, großer Unsinn Frischlingsbejagung in Brandenburg


Saujagd mit Nachtzielgeräten die trickreiche bayerische Lösung


Halbautomaten und das Bundesverwaltungsgericht die zutreffende Rechtslage



OJB stellt klar: Kleine Kugel auf Frischlinge rechtssicher

Bei der Verwendung der Kleinen Kugel auf Frischlinge bis 20 Kilogramm herrscht in einigen Landkreisen Rechtsunsicherheit. Der Landesjagdverband hatte die Oberste Jagdbehörde um Klarstellung gebeten. Diese mahnt nun den Vollzug der betreffenden Allgemeinverfügung bei den Unteren Jagdbehörden an.


Michendorf, 27.04.2016. Die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming sowie die kreisfreien Städte Brandenburg und Frankfurt/ Oder setzen bisher den Erlass der Obersten Jagdbehörde zur Anwendung der Kleinen Kugel bei der Jagd auf Frischlinge nicht um. Nun fordert die OJB die betreffenden Landkreise und kreisfreien Städte zum Vollzug auf.

Demnach bestehe die Aufgabe der Unteren Jagdbehörden lediglich darin, die Allgemeinverfügung in ihrem Bereich an die Jagdausübungsberechtigten weiterzugeben. Den Inhalt würde die Oberste Jagdbehörde verantworten, erklärt Jens Uwe Schade, Sprecher des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft. 13 untere Jagdbehörden hätten laut Schade inzwischen die Information an die Jagdausübungsberechtigten in ihren Landkreisen weitergegeben, so dass diese von der neuen Regelung Gebrauch machen können.

Jäger, die diesbezüglich noch Fragen haben, können sich an ihre zuständigen Unteren Jagdbehörden wenden und dort den Erlass der OJB abfordern. Weidleute, die die Kleine Kugel auf Frischlinge bis 20 Kilogramm einsetzen, sind verpflichtet, dies in einem kleinen Vordruck (abrufbar bei den zuständigen unteren Jagdbehörden) zu dokumentieren und bis zum 01.03.2017 der OJB vorzulegen. Die Ergebnisse werden dann ausgewertet. Danach wird entschieden, ob die befristete Verfügung verlängert wird. Jäger, die im Landesforstbetrieb Brandenburg (LFB) mit der Kleinen Kugel auf Frischlinge bis 20 Kilogramm jagen, müssen einen detaillierten Erhebungsbogen auszufüllen. Außerhalb des LFB ist dies nicht notwendig.    

Die (OJB) des Landes Brandenburg hat in einer Allgemeinverfügung vom 04.02.2016 das Verbot, auf Schalenwild mit einem Kaliber unter 6,5 mm zu schießen, eingeschränkt. Ab dem 1. April 2016 sind für Frischlinge mit einem Lebendgewicht bis 20 Kilogramm rehwildtaugliche Kaliber zugelassen. Rehwildtauglich ist eine Büchsenpatrone laut Bundesjagdgesetz § 19, Abs. 2, wenn ihre Auftreffenergie auf 100 m mindestens 1000 Joule beträgt.

LJV B




Gebühr für Trichinenproben:

Landesjagdverband stellt Musterantrag zur Gebührenbefreiung zur Verfügung.

Der LJV B empfiehlt allen Jägerinnen und Jägern, gemeinsam mit der Trichinenprobe einen Antrag auf Gebührenbefreiung einzureichen . Einen Musterantrag finden Sie  

> hier <




Pressemitteilung Nr. 52 vom 15.04.16
"Jagdlichen Notwendigkeiten gerecht werden und Rechtsklarheit schaffen"


Reaktion auf Urteile des Bundesverwaltungsgerichts, die Jägern den Besitz halbautomatischer Waffen mit wechselbarem Magazin untersagt


Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinen Urteilen vom 7. März 2016 entschieden, dass sämtliche halbautomatische Waffen mit wechselbarem Magazin nicht von Jägern besessen werden dürfen.


Dazu erklärt Bundesminister Christian Schmidt:
"Mein Ministerium wird prüfen, ob und welche Änderungen im Bundesjagdgesetz vorgenommen werden können, um den jagdlichen Notwendigkeiten gerecht zu werden und für die Zukunft Rechtsklarheit und -sicherheit zu schaffen. Nach meiner Auffassung bezieht sich das Urteil nicht auf Revolver und Pistolen, deren Bedürfnis für begrenzte jagdliche Zwecke in § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe d Bundesjagdgesetz explizit beschrieben ist."


Hintergrund


In seinen Urteilen vom 7. März 2016 kommt das Bundesverwaltungsgericht entgegen der langjährigen Praxis zu dem Schluss, dass aufgrund des Verbotes des § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c Bundesjagdgesetz Jäger kein waffenrechtlich relevantes Bedürfnis haben, halbautomatische Jagdwaffen zu erwerben, besitzen und zu führen, die nach ihrer Bauart ein Magazin mit mehr als zwei Patronen aufnehmen können.


Aufgrund der neuen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist es Jägern bis zu einer etwaigen Änderung der Rechtslage dringend anzuraten, betroffene halbautomatische Waffen derzeit bei der Jagd nicht zu führen.


Signal gegen Afrikanische Schweinepest

Landesjagdverband stellt Musterantrag zur Gebührenbefreiung zur Verfügung

Hier können Sie den ganzen Bericht lesen:


Musterantrag zur Gebührenbefreiung



Kleine Kugel für Frischlinge:
Landwirtschaftsministerium setzt Signal gegen Afrikanische Schweinepest

 

Ab 1. April dürfen in Brandenburg Frischlinge bis 20 Kilogramm mit der sogenannten Kleinen Kugel , die sonst nur für Rehe zulässig ist, geschossen werden. Ein wichtiges Signal, doch noch wichtiger wäre die Aussetzung der Trichinenprobengebühr. Hier sind das Verbraucherschutzministerium und die Landkreise gefordert.

 

Michendorf 15.02.16. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den Wildschweinbeständen des Baltikums weiter aus. Auch in Ostpolen sind erneut Fälle aufgetreten (Quelle: Friedrich Löffler Institut). Hausschweine stecken sich immer wieder an. Ein Ausbruch in Deutschland hätte verheerende Folgen. Alle Verantwortlichen sind sich einig, dass die trotz intensiver Bejagung hohen Wildschweinbestände dringend weiter gesenkt werden müssen. Um Anreize zur Bejagung auch kleiner Frischlinge zu setzen, hat die Behörde für Tiere bis 20 kg Gewicht nun auch schwächere Munition zugelassen, wie sie zum Beispiel für die Jagd auf Rehe üblich ist. Diese Ausnahme ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. Die schwächere Munition reicht aus, um kleinere Tiere schnell und tierschutzgerecht zu töten. Sie zerstört aber deutlich weniger wertvolles Wildfleisch. Dies ist ein wichtiger Aspekt, denn gerade bei Frischlingen übersteigen die Kosten für die verpflichtende Untersuchung häufig den Verkaufserlös. Konkret: Jäger zahlen für jeden erlegten Frischling drauf. Dies ist kontraproduktiv. Wir sind froh, dass die Oberste Jagdbehörde nun dieses wichtige Signal setzt , sagt Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des Landesjagdverbands. Damit hat das Landwirtschaftsministerium getan, was in seiner Kompetenz liegt.

 

Viel wichtiger wäre es allerdings, den hohen Aufwand nach Erlegung eines Frischlings zu senken. Bevor Fleisch von Wildschweinen verzehrt werden darf, muss es auf den Befall von Trichinen untersucht werden. Dies liegt in der Verantwortung der Landkreise und ist unterschiedlich geregelt. Der Trend ist jedoch eindeutig: Die Gebühren steigen, immer mehr Untersuchungsstellen schließen. Dies führt dazu, dass zum Beispiel Jäger aus Werneuchen für jede Probe rund 60 Kilometer fahren müssen. So übersteigen die Kosten schnell den Erlös aus dem Wildverkauf, vom zeitlichen Aufwand ganz zu schweigen. Vor diesem Hintergrund hatten die Jäger des Landes gemeinsam mit dem Bauernverband eine zeitlich befristete Aussetzung der Gebühr für Frischlinge gefordert.

 

Im Dezember letzten Jahres hatte sich das Landesparlament mit der Thematik befasst und das Ministerium für Verbraucherschutz aufgefordert, Vollzugshinweise zu formulieren. Diese sollen die Landkreise bei der kostengünstigen und unbürokratischen Organisation der Trichinenuntersuchung unterstützen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Behörden auf Antrag des Gebührenschuldners die Gebühren erlassen können, sofern dies im öffentlichen Interesse liegt. Jetzt sind Minister Markov und die Landkreise am Zug. Wir hoffen, dass die Vollzugshinweise bald auf dem Tisch liegen und die Landkreise dann die Gebühren zumindest zeitlich begrenzt aussetzen werden , so Bethe.

 

Landesjagdverband Brandenburg e.V.

Saarmunder Straße 35

14552 Michendorf

Tel.: 033205-2109-26,   Fax.:033205-210911

Schweigen ....


Ihr habt das Recht zu schweigen

In vielen Artikeln und Berichten liest man immer wieder, dass sich Beschuldigte, Zeugen, etc. in Widersprüche verwickeln und es zu ungünstigen Aussagen kommt und infolge dessen jemand der u. U. bei korrektem Verhalten freigesprochen worden wäre bestraft wird. Das ist sehr ärgerlich und vermeidbar.

 > Hier < können Sie mehr lesen! 


Wildschäden im Wald

Konzept einer Bewertungskonvention für Verbiss- und Schälschäden durch Schalenwild


Die Diskussion um den Wald-Wild-Konflikt, der faktisch ein Konflikt zwischen verschiedenen individuell-subjektiven und kollektiv-gesellschaftlichen Zielen und Interessen ist, wird seit langer Zeit geführt und lenkt den Blick immer wieder auf die Einflüsse des Wildes auf die Wälder und die Forstwirtschaft mit ihren Forstbetrieben. Bei einer eingehenden Betrachtung dieser Einflüsse wird aber auch deutlich, dass die Wahrnehmung eines möglichen Konfliktes in hohem Maße von den jeweils spezifischen Interessen der Jagdausübenden und der Waldeigentümer geprägt ist.


Es ist in der Diskussion unstrittig, dass Schalenwild in verschiedenen Auswirkungen unmittelbaren und mittelbaren Einfluss auf die Waldvegetation hat.1 REIMOSER (2000) unterscheidet Einwirkungsmöglichkeiten wie Tritt, Keimlingsverbiss, Baumverbiss, Fegen, Stammschälung und Wurzelschälung in Abhängigkeit von den Entwicklungsphasen des Waldes und der beeinflussenden Tierart. Inwiefern ein durch Schalenwild hervorgerufener Einfluss an Bäumen als forstbetrieblicher Schaden wahrgenommen und ein Anspruch auf Ausgleich erklärt wird, hängt auch von den betrieblichen Zielen des jeweiligen Forstbetriebes ab (PRIEN & MÜLLER 2010). Im Folgenden


werden die Betrachtungen allein auf die Auswirkungen von Verbiss und Fegen bzw. von Schälung durch Schalenwild an wirtschaftlich relevanten Baumarten beschränkt, weil es sich hierbei um die hauptsächlichen Schadensursachen handelt.


Hier können Sie sich das Konzept herunter laden:  

 > Klicken <

Aus der Rechtsprechung.....

 

Erschienen im Landwirtschaftliches Wochenblatt (Westfalen-Lippe)

 

Biogasmais außen vor?

 

16.01.2015 . Das Amtsgericht Plettenberg weist die Klage von Markus V. ab: Der Jagdpächter muss Schaden durch Schwarzwild nicht ersetzen, weil der Mais in einer Biogasanlage gewerblich verwertet wird.

Es handelt sich zwar nur um einen Einzelfall. Doch das Urteil des Amtsgerichts (AG) Plettenberg vom 15. Dezember 2014 könnte Signalwirkung haben. Davon jedenfalls ist Ralph Müller-Schallenberg überzeugt. Der Fachanwalt für Jagdrecht aus Leverkusen, Präsident des Landesjagdverbandes NRW, hat Jagdpächter Jörg K. vor dem Amtsgericht vertreten. Er sagt: Wird Mais in einer Biogasanlage gewerblich genutzt, muss der Jagdpächter Wildschaden nur noch ersetzen, wenn im Jagdpachtvertrag keine Begrenzung der Haftungsübernahme auf landwirtschaftlich genutzte Grundstücke enthalten ist.

Wildschaden gemeldet

Im September 2013 hatte Markus V. Schäden durch Schwarzkittel auf seinem gepachteten Acker (3 ha) bei der Stadt angemeldet und das Vorverfahren beantragt. Nach einer Vor-Ort-Besichtigung wurde der Schaden auf 365 € beziffert. Doch der Jagdpächter weigerte sich zu zahlen. Markus V. betreibe eine Biogasanlage. Er nutze den Mais gewerblich. Laut Jagdpachtvertrag, der bis Ende März 2018 läuft, sei der Jagdpächter nur zum Wildschadenersatz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verpflichtet.

Markus V. dagegen hatte argumentiert, dass er den Mais auch an sein Vieh auf dem Hof verfüttere.

Gemeinsame Biogasanlage

Das Amtsgericht wies die Klage des Landwirtes ab. Nach Ansicht der Richterin hatte der Kläger nicht nachgewiesen, in welchem Umfang er den Mais auch an seine Tiere verfüttere, also rein landwirtschaftlich nutze. Der Kläger betreibe mit einem Berufskollegen eine Biogasanlage als GbR. Er nutze den Mais primär gewerblich.

Nach § 6 des Jagdpachtvertrages sei der Beklagte nur zum Wildschadenersatz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verpflichtet. Entscheidend sei, was sich der Jagdpächter und der Verpächter des Eigenjagdbezirks unter dem Begriff landwirtschaftlich genutzte Fläche bei Vertragsabschluss vorgestellt hätten. Dem Jagdpachtvertrag könne man dazu nichts entnehmen. Somit komme es darauf an, was ein Durchschnittserklärungsempfänger unter dem Begriff verstehe.

Die Biogasanlage erzeuge Strom, der gegen Entgelt ins öffentliche Netz eingespeist werde. Damit falle der Maisanbau nicht mehr unter den Begriff Landwirtschaft, urteilte die Richterin. Eine solche Einordnung erfolge auch im Steuerrecht. Danach liege ein landwirtschaftlicher Betrieb im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (§ 24) nicht mehr vor, wenn ein Landwirt nahezu seine gesamte Maisernte in einer Biogasanlage verwerte.

Das Amtsgericht wies die Klage des Landwirtes auch deshalb zurück, weil er nicht detailliert dargelegt hatte, welchen Anteil des angebauten Maises er an seine Tiere verfüttert hat.

Das Urteil ist rechtskräftig. Berufung war nicht zugelassen, weil der Streitwert unter 600 € lag. Nach Ansicht von Ralph Müller-Schallenberg müssen Landwirte, Jagdgenossenschaften und Jagdpächter in Zukunft genau prüfen, welche Klausel ihr Jagdpachtvertrag enthält. Ist Wildschadenersatz nur an landwirtschaftlich genutzten Grundstücken übernommen, kann sich der Jagdpächter weigern, Wildschaden an Silomais zu ersetzen, der in einer Biogasanlage gewerblich verwertet wird.

Ist im Jagdpachtvertrag dagegen nichts geregelt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Danach muss der Jagdpächter grundsätzlich für alle Wildschäden aufkommen, die etwa Wildschweine, Rehe oder Hirsche an land- oder forstwirtschaftlichen Kulturen in Feld und Wald anrichten.

Und das Fazit ...?

Das Fazit des Fachanwaltes: Das Urteil des AG Plettenberg weist in die Richtung, dass Landwirte und Jagdpächter künftig noch stärker zusammenarbeiten müssen, um Schäden auf Maisflächen durch Schwarzwild zu vermeiden. Viele Jagdpächter werden eine unbegrenzte Ersatzpflicht in neu abzuschließenden Jagdpachtverträgen in bestimmten Regionen nicht mehr übernehmen. Auch die Frage, ob gewerblich genutzter Silomais auszugleichen ist, können die Parteien im Vertrag ausdrücklich regeln (Az. 1 C 425/13). As

 
 
 

DJV-Positionspapier

Hinweise zur Verwendung von Wildkameras

Wildkameras sind derzeit verstärkt in der öffentlichen  Diskussion und ein wichtiges Thema bei den Datenschutzbeauftragten der nder. Anders als in manchen Medienberichten oder von Datenschutzbehörden dargestellt, werden unbeteiligte Waldbesucher in der Praxis fast nie aufgenommen. Denn beim Einsatz von Wildkameras geht es nahezu ausschlilich um die Wildtierbeobachtung und keinesfalls um die Ermittlung personenbezogener Daten. Wildkameras werden in erster Linie in den Einstandsgebieten des Wildes eingesetzt, wo sich üblicherweise keine Waldbesucher aufhalten. Wildkameras können einen wertvollen Beitrag zur Hege, der störungsarmen Jagd und damit der Verhütung von Wildschäden dienen. Sie leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Der Einsatz von Wildkameras im jagdlichen Bereich

 

Die Rechtslage zum Einsatz von Wildkameras unterscheidet sich (u. a. wegen unterschiedlicher Regelungen des Waldbetretungsrechts) von Bundesland zu Bundesland. Der DJV hält den Einsatz in den meisten llen für datenschutzrechtlich unbedenklich. Dagegen sind einige Landesdatenschutzbeauftragte fälschlicherweise der Auffassung, dass der Einsatz in vielen llen unzulässig sei. Die unterschiedliche Rechtslage macht es derzeit schwer, abschließende Empfehlungen zur Verwendung von Wildkameras zu geben. Unabhängig von der rechtlichen Bewertung, sollten beim Einsatz von Wildkameras folgende Grundsätze beachtet werden:

 

Aufnahmen von Personen sollten soweit wie möglich vermieden werden; Wildkameras sollten grundsätzlich nicht auf regelmäßig frequentierte Wege gerichtet werden;

 

Der Einsatz sollte auf jagdliche Einrichtungen (einschlilich Fütterung, Kirrung und Wildäsungsflächen) sowie Wildwechsel beschränkt werden;

 

Sollten unbeabsichtigt Personen aufgenommen worden sein, sind diese Aufnahmen sofort zu löschen (soweit sie nicht zur Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten erforderlich sind);

Insgesamt  sollten  Wildkameras  zurückhaltend  und  auf  ein  angemessenes M begrenzt, eingesetzt werden;

Beobachtungen von seltenen Arten, insbesondere Wolf, Wildkatze und Luchs sollten mit Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten der zuständigen Stelle gemeldet werden.

 

Eine Klärung der Rechtslage ist wünschenswert. Die Landesjagdvernde und der DJV setzen sich dafür ein. Revierinhaber, die mit Forderungen der Datenschutzbehörden konfrontiert sind, sollten ihren Landesjagdverband informieren.

Berlin, 28.11.2014